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Kittel/Mechels: Kirche der Reformation?

Die beiden Herausgeber dieses neuen Buches zum Weg der evangelischen Kirche in Deutschland sind gleichermaßen in Theorie und Praxis verwurzelt: beide waren nämlich im praktischen Pfarrdienst, Kittel dann bis 2005 in Bielefeld Professorin für Evangelische Theologie und ihre Didaktik und Mechels bis 1999 Direktor des Predigerseminars in Wuppertal-Elberfeld (jetzt Seminar für pastorale Ausbildung Wuppertal). Ihr und das Anliegen der 18 MitautorInnen (alle AutorInnen werden S. 371-374 vorgestellt) aus der bayrischen Landeskirche, von der EKHN, der EkiR und von Berlin-Brandenburg ist es, dem ihrer Meinung nach falsch laufenden Umbauprozess in der Kirche Einhalt zu gebieten. Im Luther-Reformations-Gedenkjahr 2016/17 wollen sie auf Evangelium und Bekenntnis begründete Gegenpositionen zu den EKD-Reform-Impulsen ´von oben´ aufbauen.

In Teil I („Der Aufbruch der Reformation“) stehen zwei Beiträge der Herausgeber. Kittel beschreibt S. 15-44 die „Wiederentdeckung des Evangeliums“ durch Luther. Diese Studie blickt streng historisch nach rückwärts, in Texte Luthers (deshalb 44 Anmerkungen). Mechels setzt S. 45-57 „Reformierte Akzente“ (27 Anmerkungen). In Teil II ist sein Zwischenruf von 2010 zum EKD-Impulspapier „Kirche der Freiheit“ von 2006 (siehe https://www.ekd.de/download/kirche-der-freiheit.pdf) abgedruckt. Dies ist das Feindbild! Der umfänglichste Teil III (S. 69-346) bringt – sachorientiert in fünf Unterabschnitte gegliedert - verschiedene Stimmen. Das ergibt theoretisch-theologische Einsichten und praktische Erfahrungsberichte. Im letzten Teil (IV) ergehen unter de Überschrift „Umkehr ist nötig“ drei Aufrufe. Und am Ende werden neun „Schritte in eine andere Richtung“ (S. 364-370) gewiesen.

Am Ende möchte ich – nach diesen ersten Informationen - zwei Dinge bemerken:
- Immer wieder stritt und streitet die Kirche seit ihren Anfängen um ihren Weg. Nach dem Streit um so manche EKD-Denkschrift und anderen (kirchen-)politischen oder sexualethischen Streitigkeiten geht es hier um einen Streit um das Ganze, vielleicht am ehesten mit dem Streit um die historisch-kritische Methode in den fünfziger Jahren des letzten ahrhunderts vergleichbar.
- Ich empfehle, dieses Buch von seinem Ende her zu lesen. Und: Wer dem ersten der neun Schritte zustimmt (S. 364: „Jede Gemeinde ist für sich selbst verantwortlich.“), der/die sollte das ganze Buch mit den Verantwortlichen lesen, diskutieren und dann handeln. (gm)

Gisela Kittel, Eberhard Mechels (Hg.)
Kirche der Reformation?
Erfahrungen mit dem Reformprozess und die Notwendigkeit der Umkehr

1. Auflage 2016
374 Seiten kartoniert
ISBN 978-3-7887-3066-6
Buch 25,00 €
PDF eBook 19,99 €

Vandenhoeck & Ruprecht

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Dowley, T.: Der Atlas zur Reformation in Europa Friedrich u.a.: Diakonie-Lexikon