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Sitzplätze nur für Kirchensteuerzahler

Politiker von CDU und FDP haben sich angesichts der übervollen Kirchen zu Heiligabend für die Verteilung von Sitzplatzkarten für Kirchensteuerzahler ausgesprochen.

So meinte der Vorsitzende der Berliner FDP, Martin Lindner, dass bei so wichtigen Messen die Kirchensteuerzahler nicht die Dummen sein dürften, die draußen bleiben müssten.
Dieser Aussage wurde von Seiten der katholischen und der evangelischen Kirche klar widersprochen.
Eine Sprecherin der Bischofskonferenz sagte: „Als missionarische Kirche freuen wir uns über jeden, der die Weihnachtsbotschaft hören will. Es gibt keine Einlasskontrolle. Die Pfarrgemeinden entscheiden selbst, ob es sinnvoll ist, Plätze für Ältere und Kranke freizuhalten“.
Außerdem, so die Bischofskonferenz, seien die übervollen Kirchen zu Weihnachten ein klares Zeichen, dass es „eine tiefe Sehnsucht nach dem Zentrum unseres Glaubens“ gäbe.
Die evangelische Kirche in Deutschland erklärte ebenso, dass der Vorschlag, die Kirchenmitglieder besser zu stellen, keine Lösung sei.
Silke Römhild, die Sprecherin der evangelischen Kirche sagte, dass sich die Gottesdienste an alle richteten, an „Mitglieder und Nichtmitglieder, an Gläubige und an Suchende.“
Elke Rudloff, Pfarrerin in Dortmund und Sprecherin beim Wort zum Sonntag erklärte hierzu, dass Einlasskarten völlig „dem Geist der biblischen Botschaft“ widersprechen würden.

Quelle: kath.de (Dezember 2008)

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