Beten per Automat: GEBETOMAT

Der Gebetomat

Oliver Sturm

Der Automat bietet dem Nutzer Gelegenheit zur inneren Einkehr: durch das Anhören von Gebeten, als Rückzugsort zum eigenen Gebet oder durch Nutzung der Kabine als akustischen Raum. Im ständig erweiterten Audioarchiv befinden sich Gebete aus den fünf Weltreligionen – Buddhismus, Christentum, Hinduismus, Islam und Judentum – sowie zahlreichen kleineren Religionen und Glaubensrichtungen. Die derzeit ungefähr 300 Gebete in 65 Sprachen sind authentische Gebete gläubiger Menschen, gesammelt in Gottesdiensten, Andachtsräumen, Wohnungen und Orten aller Art. Die Gebete der Weltreligionen sind nach ihren Glaubensrichtungen gegliedert, die der anderen Religionen nach ihrem ethnischen bzw. geographischen Hintergrund.

Oliver Sturm: "Ich halte die – dem Denken Andy Warhols verwandte – Idee einer automatenhaft herstellbaren Erzeugung religiösen Gefühls für einen sehr zeitgenössischen Gedanken."

Die Benutzung des GEBETOMAT ist einfach:
Man betritt die Kabine, zieht den Vorhang zu und wirft Geld ein (50 Cent /
1 Euro / 2 Euro). Auf dem Bildschirm erscheint ein Menu, mit dem man das Gebet, das man hören möchte, findet. Durch Berühren des Bildschirms wählt man das Gebet aus, und es erklingt. Die Gebete sind nach den Religionen und ihren jeweiligen Glaubensrichtungen geordnet. Es besteht die Möglichkeit, auch mehrere Gebete zu hören.

50 Cent reichen für 5 Minuten, 1 Euro für 10 Minuten, 2 Euro für 20 Minuten.

Gedacht ist der Gebetomat für Bahnhöfe, U-Bahn-Stationen, leer stehende Kirchen, Gebetsräume in Universitäten, Flughäfen, Kaufhäuser, städtische Plätze, Autobahn-Rastplätze und andere Orte des öffentlichen Lebens.

http://www.gebetomat.com/

GEBETOMAT: Gebrauchsanweisung

Gebetomat: Gebrauchsanweisung

http://www.gebetomat.com/

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Macht Frömmigkeit fett?