Kirchen stellen sich gegen Rechtspopulisten

Kirchen sind ein Spiegelbild der Gesellschaft. Rechtspopulistische Tendenzen machen auch vor ihren Pforten nicht halt. In Bayern ringen die Kirchen daher um Lösungen, wie sie mit Rechtspopulismus in den eigenen Reihen umgehen sollen.

Viele Kirchengemeinden in Bayern müssen sich verstärkt mit rechtspopulistischen Tendenzen auseinandersetzen: Ehrenamtliche werden beschimpft oder bedroht, weil sie sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren. Einige Christen halten mit Vorurteilen gegenüber Flüchtlingen und nationalem Gedankengut nicht hinter dem Berg.

Eine Entgiftung des Klimas sei dringend notwendig. Die katholische Kirche hat deshalb im Juni eine Handreichung veröffentlicht, die mit Blick auf das christliche Menschenbild populistischem Denken eine Absage erteilt, aber auch Gesprächsbereitschaft signalisiert.

Die evangelische Kirche hatte bereits Anfang des Jahres eine "Orientierungshilfe für Kirchenvorstände zum Umgang mit Rechtspopulismus" herausgegeben. Der evangelische Nürnberger Regionalbischof Stefan Ark Nitsche sieht bei menschenverachtenden Äußerungen eine Grenze erreicht. Es gebe Dinge, die müssten unsagbar bleiben und seien auch nicht vom Recht auf Meinungsfreiheit gedeckt.



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