Schnelle, U.: Der Sinn des Mythos in Theologie ...

Der Sinn des Mythos in Theologie und Hermeneutik

Bis 2017 lehrte der Verfasser dieses neuen Mythos-Buches in Halle Neues Testament. Schnelle geht der Mythos-Diskussion in seiner Geschichte nach und in aller Breite, also weit über das NT hinaus. 658 Anmerkungen belegen die Bandbreite seiner Ausführungen.

Jede*r theologisch auch nur etwas Interessierte weiss natürlich um Bultmanns berühmten Entmythologisierungsvortrag in Alpirsbach im Juni 1941 (vergleiche dazu S. 40) und die sich vor allem in den 50iger-Jahren daran anschließenden heißen Diskussionen in Theologie und Kirche. Wer aber weiß um die Vorgeschichte? Und um die differenzierten Betrachtungen zum Mythos in den Jahrzehnten danach in der Philosophie, in den klassischen Altertumswissenschaften, in der Geschichts- und Sprachwissenschaft, in der Religions-, Kultur- und Sozialwissenschaft? Über all´ das informiert der verdiente Neutestamentler Schnelle.

In den letzten beiden der sechs Abschnitte konzentriert er sich auf den frühchristlichen Mythos Jesus Christus und den „Sinn des Mythos in Theologie und Hermeneutik“. Kein Weihnachts-Gottesdienst, an dem nicht Johannes 1,14 zu hören ist: „Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit...“ Im Sinne Schnelles und des Alten Testamentes könnte man etwas burschikos sagen: Und das Wort wurde auch in einer herrlichen mythischen Gestalt laut. (gm)


Udo Schnelle
Der Sinn des Mythos in Theologie und Hermeneutik

2023
kartoniert
239 S.
38,-- €

eva Leipzig


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