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Der Verfasser dieser kleinen Schrift beginnt sein inhaltsreiches, konzentriert geschriebenes Büchlein mit folgender einfachen, aber fundamentalen Frage: „Kann Gott erkannt werden?“ (S. 9)
Nach der inhaltlichen „Hinführung“ (I) und einer 23 Punkte umfassenden stichwortartigen Kennzeichnung (vergleiche S. 36f) unserer Zeit in II, bietet III Blicke in den geistesgeschichtlichen Kontext. Angefangen bei Descartes gelangt Bruckmann über Kant zu seinem Gewährsmann Derrida. Bei ihm entdeckte er S. 82-86 den Begriff ´Spur´. Dieser ist die Grundlage für Bruckmanns theologische Erkenntnislehre (IV).
Im kurzen letzten Kapitel V (S. 149-155) liest man auf S. 152 diesen Schlüsselsatz: „Gott wäre nicht Gott, wenn ich ihn/sie verstehen könnte. Deshalb bin ich dankbar für die Spuren, die mich erahnen lassen, dass der Mensch kein plumper Materiehaufen ist, sondern in seiner Angewiesenheit auf andere und anderes geöffnet ist hin auf eine*n ganz Andere*n, der/die Spuren auf sich hin gelegt hat, ohne selbst erkennbar werden zu wollen.“
Aufs kürzeste gesagt: zum Offenbarungsverständnis ein für Theologie und Kirche bedenkenswertes Votum. (gm)
Florian Bruckmann
Gotteswahrnehmung
Spuren des Göttlichen in der Welt
2026
Taschenbuch
161 S.
24,-- €
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