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Das rätselhafte Detail der Filmgeschichte

Gerade in der Osterzeit wird immer wieder der Film-Klassiker "Ben Hur" gezeigt. Gewiss haben Sie ihn schon einmal oder mehrmals gesehen. Ist Ihnen dabei etwas aufgefallen?

Im epischen Filmklassiker "Ben Hur" aus dem Jahr 1959, einem Meisterwerk, das für viele die Essenz biblischer Erzählungen und historischer Dramatik einfängt, begegnet uns Jesus auf eine ganz besondere Weise. Erstaunlicherweise wird Jesus in diesem Film nie von vorne gezeigt. Wir sehen lediglich seinen Rücken oder sind Zeugen der Reaktionen anderer Charaktere auf ihn. Diese Darstellungsweise wirft ein skurriles, fast rätselhaftes Licht auf die Figur Jesu im Film.

Der Darsteller von Jesus, Claude Heater, ein Opernsänger ohne vorherige Filmrollen, wurde für diese Rolle ausgewählt, ohne dass sein Gesicht jemals dem Publikum enthüllt wurde. Man könnte fragen: Warum diese Entscheidung? Warum bleibt das Gesicht von Jesus, einer der zentralen Figuren der christlichen Erzählung, verborgen?

Diese künstlerische Entscheidung mag auf den ersten Blick skurril erscheinen, lädt uns aber zu einer tiefgründigen Reflexion ein. Indem das Gesicht Jesu verborgen bleibt, wird uns die Möglichkeit gegeben, uns auf seine Botschaft, seine Handlungen und die Auswirkungen seines Lebens auf die Menschen um ihn herum zu konzentrieren. Es ist, als ob der Film uns sagen möchte: "Sieh nicht auf das Äußere, sondern auf die Wirkung und Bedeutung seiner Anwesenheit."

Diese Darstellung lädt uns ein, über die Bedeutung von Repräsentation und Symbolik im Glauben nachzudenken. Vielleicht erinnert uns die Abwesenheit eines Gesichts daran, dass es in der Beziehung zu Jesus weniger um das physische Bild geht, als vielmehr um das, was er verkörpert: Liebe, Mitgefühl, Erlösung. Es fordert uns auf, Jesus in den Handlungen der Nächstenliebe und des Mitgefühls zu suchen, die wir in unserem täglichen Leben erleben und praktizieren.

In unserer Zeit, in der Bilder allgegenwärtig sind und oft mehr zählen als tausend Worte, erinnert uns diese skurrile Darstellung daran, dass das Wesentliche oft unsichtbar für die Augen ist. So wie der Kleine Prinz sagt: "Man sieht nur mit dem Herzen gut."

So mag die Entscheidung, Jesus nur von hinten zu zeigen, zunächst skurril erscheinen, trägt aber eine tiefe Wahrheit in sich. Sie fordert uns auf, über das Offensichtliche hinauszuschauen und die tieferen Wahrheiten unseres Glaubens zu suchen – nicht in den Gesichtern, die wir sehen, sondern in den Handlungen der Liebe und des Mitgefühls, die wir vollbringen.

In diesem Sinne lädt uns die skurrile Darstellung von Jesus in "Ben Hur" ein, unseren Blick zu weiten und in jedem Menschen, in jeder Tat der Güte, ein Abbild Jesu zu erkennen. Vielleicht ist es gerade das Fehlen eines Gesichts, das uns hilft, wahrhaftig zu sehen.

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Mit Schrott zu Gott