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Brumlik, M.: Preußisch, konservativ, jüdisch

Der Verfasser der hier anzuzeigenden Biographie ist ein kritischer deutsch-jüdischer, viel geehrter Erziehungswissenschaftler. Er zeichnet en detail das Leben des deutsch-jüdischen Religions- und Geistesgeschichtlers Schoeps (die 742 Anmerkungen belegen Brumliks intensives Quellenstudium; vergleiche außerdem S. 263-271 das umfangreiche "Literaturverzeichnis". Als Leser*in freut man sich, dass Schoeps sehr häufig zitiert wird. Außerdem findet man S. 26-32 elf, teilweise privaten Fotos. Die drei Adjektive des Titels kennzeichnen schlagwortartig Schoeps.

Die Tragik von Schoeps´ Lebens wird im Titel mehr angedeutet als ausgedrückt. Sie ist eine mehrfache und zieht sich wie ein roter Faden durch Brumliks Biographie. Wie manche andere deutsche Juden versuchte Schoeps (dies allerdings sehr extem) erstens, Nationalsozialismus und Judentum zu vereinen. 1938 emigriert er schließlich doch nach Schweden, kehrt jedoch heimwehkrank bereits 1946 zurück. Eine weitere Tragik liegt zweitens darin, dass Schoeps trotz seiner Homosexualität heiratete und eine Familie gründete. Eine dritte Tragik liegt im Werk Schoeps´. Wiewohl er das frühe Judentum auf eine gänzlich neue Art und Weise erforschte, fand dies nicht die Anerkennung der Fachwelt.

Micha Brumlik
Preußisch, konservativ, jüdisch
Hans Joachim Schoeps. Leben und Werk

2019
gebunden 294 S.
39,--

böhlau-Verlag Köln

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Barnbrock/Neddens: Simul-Existenz Gockel, M.: Sterben