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Graupner, R.: Der Gottesdienst als Ritual

Im Untertitel dieser Arbeit wird etwas Wichtiges angedeutet: sie widmet sich der seit längerem laufenden Diskussion des Ritualbegriffs im Zusammenhang des Gottesdienstes. Um sich einen Überblick zu verschaffen, lese man begleitend oder besser zuvor die einschlägigen Lexikonartikel zu Ritus in: Theologische Realenzyklopädie (Band 29, 259-285) und Religion in Geschichte und Gegenwart (Band 7,542-559). Denn Dissertationen haben es nicht nur an sich, dass sie in aller Regel (sehr) teuer sind, ein sehr umfängliches „Literaturverzeichnis“ (hier: S. 492-512) und sehr viele Anmerkungen haben (in diesem Fall sind es – wenn ich richtig zählte – 1292), sondern vor allem und besonders oft sehr speziell sind.

Rituale beziehungsweise Zeremonien, festlich-feierliche Akte aller Art, Traditionen usw. sind jedoch etwas sehr menschliches. Individuiell und vor allem sozial ist unser Leben voll davon. So weit ist jedoch der Bogen Graupners nicht gespannt. Das erste Hauptwort des Titels ist sein Thema. Wie speziell es sich auffächert zeigt das detaillierte Inhaltsverzeichnis auf den S. 5-11.

Seit den 70iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde auch der Gottesdienst als rituelles Phänomen entdeckt, 1982 veröffentlichte Manfred Josuttis sein „Der Gottesdienst als Ritual“. Graupner zeichnet diese Diskussion en detail nach, fasst sie am Ende eines jeden Kapitels zusammen und gibt Anregungen.

Besonders interssant fand ich die Abschnitte zu den psychoanalytischen, kommunikativen, spielerischen, alltäglichen und multiperspektivischen Zugängen (S. 176-242). Und wirklich produktiv könnte der Vorschlag Graupners auf der allerletzten Textseite sein, „neben Finanz- und Bauausschüsen auch liturgische Ausschüsse zur festen Einrichtung“ zu machden (S. 491). (gm)


Richard Graupner
Der Gottesdienst als Ritual
Entdeckung, Kritik und Neukonzeption des Ritualbegriffs in der evangelischen Liturgik

512 Seiten, Paperback
ISBN: 978-3-7887-3362-9
ab 59,99 €


Vandenhoeck & Ruprecht

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