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Härle, W.: Worauf es ankommt

Die Geschichte des Katechismus ist eine lange und sehr verzweigte. Jüngstes Glied in dieser Reihe ist der hier vorzustellende. Sein spiritus rector, Letztverantwortlicher und Verfasser war zuletzt Professor für Dogmatik und Ethik in Heidelberg.

Im „Vorwort“ (S. 12-15) berichtet Härle über den Werdeprozess. Am Anfang stand ein von der Badischen Landeskirche initiierter Wettbewerb zu „Entwürfe(n) für einen neuen Katechismus“. Härles Entwurf erlebte eine mehrjährige Überarbeitungsphase, bei dem fast 50 Personen beteiligt waren. Kirchlich abgesegnet (Kirchenpräsident Christian Schad schrieb das „Geleitwort“ (S. 7-13) geht der Katechismus nun mit einem sehr günstigen Preis an die Öffentlichkeit.

Der Aufbau ist so gestaltet, dass auf den rechten Seiten der Text (sprich 180 Fragen und Antworten) zu lesen ist; links sieht man Fotos, Illustrationen und kurze, weiterführende Interpretationen. Ganz am Ende findet man auf den Seiten 92-101 zu jedem der zehn Kapitel („I. Menschen fragen nach dem Sinn des Lebens“ - II. Gottes Gebote und unser menschliches Verhalten – III. Gott offenbart sein Wesen in Jesus Christus – IV. Gott ist uns gegenwärtig durch seinen Heiligen Geist – V. Gott der Schöpfer – VI. Der christliche Glaube an den dreieinigen Gott - VII. Gottes wirken in der Welt – VIII. Die Kirche als die Gemeinschaft des Glaubens – IX. Der Auftrag der Christen in der Welt – X. Christliche Hoffnung über den Tod hinaus) Anmerkungen. Sie nennen meist biblische Bezüge. Dies passt zum Grundverständnis des Katechismus als „Laienbibel“.

Abschließend fünf kurze Bemerkungen, die erste sehr äußerlich, die anderen inhaltlicher Natur.
- Schade, dass die in kleiner grüner Schrift gedruckten Passagen schwer lesbar sind. Da sollte in weiteren Auflagen unbedingt nachgebessert werden.
- Interessant wäre es, diesen Katechismus mit Härles „Dogmatik“ (1995 in 1.Aufl., 2018 in 5., durchgesehener und erweiterter, Aufl.) zu vergleichen.
- Sehr gut gefiel mir das abholende erste Kapitel.
- Die Fragen 13 und 14 fragen nach den Maßstäben des menschlichen Handelns – ohne dass die Liebe erwähnt würde! (vergleiche aber die Fragen 21.27-30)
- Radikal könnte man fragen, ob nicht der Großteil der Katechismusfragen an der Lebenswirklichkeit der durchschnittlichen Bevölkerung weit vorbei geht, die christlichen Anliegen also viel elementarer verständlich gemacht werden müssten.

Insgesamt gesehen schätze ich diesen Katechismus Härles so ein, dass er ältere, antiquiertere Fassungen des Katechismus ablöst und dass er für die nächsten Jahre, vielleicht sogar Jahrzehnte, gesamtkirchliche Bedeutung erlangt. (gm)


Wilfried Härle
Worauf es ankommt. Ein Katechismus

2018
Taschenbuch
103 S.
8,-- €

Evang. Verlagsanstalt Leipzig

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Bednarz, L.: Die Angstprediger Repp, M.: Der eine Gott und die anderen Götter