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Korsch: Einführung in die evangelische Dogmatik

Ausgangs des Sommersemesters 2014 hielt Dietrich Korsch in Marburg seine Abschiedsvorlesung. Zuerst in Passau, dann ab 1.4.1998 lehrte er in Marburg Systematische Theologie und Geschichte der Theologie. Im Jahre 2000 erschien seine „Dogmatik im Grundriß. Eine Einführung in die christliche Deutung menschlichen Lebens mit Gott“, 2014 „Dogmatik im Diskurs. Mit Dietrich Korsch im Gespräch“ (darin äußern sich zwölf seiner SchülerInnen und KollegInnen) - und nun seine gründliche Überarbeitung seiner „Einführung“ von 2000. Diese Stationen signalisieren einen reichhaltigen Kommunikationsprozess.

Und Korsch will seine „Leserinnen und Leser befähigen, mit Gründen und aus eigener Einsicht über die Eigenart des Christentums Auskunft zu geben.“ (S. 13) Das christlich geprägte „Leben des Glaubens“ ist für Korsch „keine Spezial- oder Steigerunsform menschlichen Lebens. Es ist (eben): menschliches Leben aus Gott, mit Gott und auf Gott hin.“ (S. 280) Deshalb spielt für ihn die Kategorie des ´Lebens´, die menschliche Sprache und die verschiedenen Deutungen des Lebens eine tragende Rolle.

Wie im Untertitel angedeutet geht Korsch materialiter an Luthers Kleinem Katechismus entlang; dieser ist S. 283-292 auch abgedruckt. Deshalb steht S. 63-134 gut lutherisch das Gesetz (Dekalog) sehr ausführlich vorne. Das Kapitel über Jesus Christus folgt nach „Gott der Schöpfer“ (§ 9) erst als § 10! Allen an Karl Barth und seiner Vorordnung des Evangeliums vor dem Gesetz orientierten Theologen sträuben sich da die Haare!

In dieser relativ kurzen Vorstellung kann Vieles, was diskutiert werden müsste / könnte, nicht einmal nur angetippt werden. Ein Punkt, der geradewegs mitten aus dem Leben gegriffen ist (weil er – bis auf wenige Ausnahmen – jedem Menschen zu schaffen macht), ist die Theodizeefrage. Deshalb nur so viel: Weder ´Leibniz´ noch das Stichwort ´Theodizee´ tauchen im Register auf, auch nicht ´Schicksal´ – weil Korsch an dieser Stelle leider schweigt. Die oft harschen Lebenserfahrungen müssen jedoch mit dem Glauben an einen gütigen, guten (Vater-)Gott vermittelt werden.

Zuallerletzt möchte ich zwei sehr formale, aber nicht unwichtige Dinge nennen:
- Studierende und auf ein Examen Lernende werden für Korschs Literaturangaben sehr dankbar sein. Am Beginn eines jeden Paragraphen nennt er einführende Literatur, am Ende weiterführende. Nicht zuletzt die Literaturangaben machen Korschs „Einführung“ zu einem nützlichen Studienbuch.
- In einer zweiten Auflage möge bitte das Register um wichtige Bibelstellen ergänzt werden. (gm)


Dietrich Korsch
Einführung in die evangelische Dogmatik
Im Anschluss an Martin Luthers Kleinen Katechismus

2016
312 Seiten | 14 x 21 cm
Paperback
ISBN 978-3-374-04299-9
24,00 EUR

Evangelische Verlagsanstalt Leipzig

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Mayer, T.: Hier stehe ich ... Engemann, W.: Handbuch der Seelsorge