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Wilckens, U.: Studienführer Altes Testament

Wilckens (1928 geboren) war bis 1980 Professor für Neues Testament, dann bis zu seiner schweren Krebserkrankung 1991 Bischof in der nordelbischen Kirche. Nach seiner Gesundung veröffentlichte er unter anderem 2002-2009 eine sechsbändige „Theologie des Neuen Testamentes“. So mag sich manche/r wundern, wenn ein systematisch-theologisch interessierter Neutestamentler einen „Studienführer Altes Testament“ schreibt – und das auch noch ganz eigenständig, will heißen: ohne Sekundärliteratur. Wilckens Textgrundlage ist allein die (katholische) Einheitsübersetzung 1980. Dies ist jedoch zuerst einmal zu loben!

Im Vorwort (S. 15-22) bekennt sich Wilckens zur einen, aus Altem und Neuem Testament, bestehenden Bibel. Einem roten Faden vergleichbar, ist für ihn die dreimalige Offenbarung des Namens Gottes im Buch Exodus (3,14; 20,2; 34,6f). Dies ist sein hermeneutischer Schlüssel, und auf diese Stellen kommt er immer wieder zu sprechen. Wie oft dies geschieht und wie berechtigt dies ist, wäre Aufgabe einer eigenen Untersuchung.

Nach der meist nur (sehr) kurzen Betrachtung jedes alttestamentlichen Buches (Obadja bekommt nur 9,5 Zeilen!) beschließt Wilckens seinen Studienführer mit dem Kapitel „Die Vollendung der Geschichte Gottes mit Israel in der Geschichte Jesus Christi“ (S. 313-320). Als Kern und Konsequenz des Namens Gottes stellt er heraus: „dass in Ihm seine Gnade seinen Zorn auslöscht.“ (S. 315) In den Wechsel von Gericht und Gnade der alttestamentlichen Geschichte wird dann das Wirken Jesu eingezeichnet. Gottes „allbarmherzige Liebe...hat sich in Jesus Christus vollendet.“ (S. 319 umgestellt)

Neben dem lauten auch inhaltlichen Lob für Wilckens gelungene Vereinfachung und Elementarisierung sei doch auch Folgendes kritisch angemerkt:
- S. 169 heißt es, „dass der Psalter in der Kirche zu allen Zeiten das Gebetbuch der Christen“ war. Nein! Der Psalter war und ist bis heute zuerst ein jüdisches Gebetbuch. Wir als Christen beten, salopp gesagt, in zweiter Reihe mit.
- Traditionsgeschichtlich springt Wilckens ohne einen einzigen Blick auf die zwischentestamentarischen Schriften vom Kanon des Alten ind Neue Testament.
- Bei einem Studienführer erwarten viele LeserInnen mit Recht ein Mehr an Information, wenigstens in Form von Literaturhinweisen. Dies möge in weiteren Auflagen nachgeholt werden. (gm)


Ulrich Wilckens
Studienführer Altes Testament

gebunden
320 S.
ISBN/EAN: 9783038480563
16,99 €

Fontis - Brunnen Basel

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