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Klessmann, M.: Ambivalenz und Glaube

Idyllisch dichtete Eichendorff in einem seiner vielen Gedichte („Der Pilot“):

Glaube stehet still erhoben
Über´m mächt´gen Wellenklang.
Lieset in den Sternen droben
Fromm des Schiffleins sichern Gang.

Der Glaube erscheint hier als sichere, gewisse und unumstößliche Größe; nicht eine Spur von Fragen, Zweifeln oder Anfechtungen. Dass es in der Lebensrealität ganz anders ist, weiss jede/r Glaubende. Tomáš Halíks Buchtitel „Glaube und sein Bruder Zweifel“ (2017) verbindet – wie der Autor dieses Buches – beides.

In der „Einleitung“ (S. 12-31: „Glaube – Zweifel – Ambivalenz“) führt er in sein Thema ein und nennt am Ende die Zielsetzungen. Auf diesen wenigen Seiten stehen 50 Anm.! Aber im ganzen Buch gibt es – laut Auskunft vom Verlag ist das ein Versehen - kein Literaturverzeichnis! Ein Einlegeblatt nennt dafür eine www-Adresse. Was aber, wenn man keinen Internetzugang hat oder das Einlegeblatt verloren geht? Unvorstellbar. Leider fehlen auch Register von Bibelstellen, Namen oder Sachen.

Klessmanns Werk hat drei große Teile. Nach der Einleitung geht es S. 32-136 erstens um „Psycho-soziale Perspektiven“, also darum, dass nach dem „Ende der Eindeutigkeit“ (= erste Teilüberschrift) nun „Spannungen, Konflikte und Paradoxien“ (S. 136) Platz greifen. S. 137-250 geht es zweitens dann um „Theologische Perspektiven“ und im dritten Teil (S. 251-289) um die „Ambivalenz im Glaubensleben“.

Viele von Klessmanns Beobachtungen, Überlegungen und Schlussfolgerungen können, ja müssen befürwortet werden. Mir scheinen jedoch grundsätzlich die Gewichte zuungunsten des Glaubens verschoben zu werden. Die (Glaubens-)Ambivalenzen gewinnen – verkürzt und pointiert gesagt – Kultstatus. Titel und Untertitel sprechen für sich. Paulus´ „Ich bin gewiss...“ (Röm 8,38f) und viele andere biblische Glaubens- und Gewissheitsworte passen nicht in Klessmanns Konzept. (gm)


Michael Klessmann
Ambivalenz und Glaube
Warum sich in der Gegenwart Glaubensgewissheit zu Glaubensambivalenz wandeln muss

ISBN / Artikel-Nr: 978-3-17-034455-6
Auflage: 1. Auflage
Seiten: 289
Illustrationen etc.: 6 Abb.
Erschienen: 2018

Kohlhammer Verlag

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