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Scheffler, K.: Seelsorge als spirituelle Erfahrung

Der Verfasser (siehe S. 4+7) dieser Studie zu Eduard Thurneysen (1888-1974) ist von Haus aus württembergischer Vermessungsingenieur, lebt aber nach seinem Studium an der Akademie für Weltmission in Korntal und dem Theologischen Seminar Adelshofen seit seiner Heirat in der Schweiz. An schweizerdeutsche Orthographie („Mass, äusserer, liessen“ usw.) muss man sich gewöhnen; für in einem Schweizer Verlag erschienene Bücher ist dies meines Erachtens in Ordnung, aber in einem deutschen Verlag? Nach diesen Äußerlichkeiten nun zu Wichtigerem, nämlich dem Inhalt des Buches.

Nach der kenntnisreichen „Hinführung zu Leben und Werk Thurneysens“ (1) zeichnet Kapitel 2 Thurneysens Leben als „Ein Leben für die Seelsorge“ und gibt einen Überblick über die Geschichte der Thurneysenforschung. Gegenüber den Barth-Forschungen hat diese leider einen nur „mehr punktuellen Charakter.“ (S. 76) Das Ende dieses Kapitels blickt auch auf den gegenwärtigen Stand der poimenischen Diskussion; leitend dabei ist ein Überblick Michael Herbsts von 2011.

Kapitel 3 bringt „Wissenschaftstheorie, Methodologie und Begriffsklärungen“; ob dieses Kapitel samt 4.1 („Aufbau und Durchführung dieser Untersuchung“) nicht besser ganz an den Anfang gestellt worden wäre? Es unterbricht jedenfalls die interessanten Thurneysen-Darstellungen.

Kapitel 4 beschreibt dann im Fortgang (4.2) „Pneumatologie und Spiritualität in der Kerygmatischen Seelsorge Thurneysens“. Scheffler eruiert insgesamt sechs Phasen in Thurneysens Leben und Denken. Im nächsten Abschnitt (4.3) – für mich einen der Höhepunkte – untersucht Scheffler Thurneysens Beziehungen zu Blumhardt d.Ä und d.J.; das Fazit auf S. 285 lautet: „Thurneysen folgt in seiner Pneumatologie weitgehend dem Beispiel Blumhardts [d.J.]. Wie dieser hat er nie eine dogmatisch umfassende bzw. trinitarisch-orientierte Doktrin des Heiligen Geistes entwickelt. Und wie ihn interessiert Thurneysen v.a. das faktische Wirken des Geistes in der Gegenwart.“ Kapitel 5 resümiert und gibt „Impulse für eine bibelorientierte Seelsorge“. Kapitel 6 präsentiert das sehr umfängliche Literaturverzeichnis (S. 339-363) und das abschließende Kapitel 7 die Begriffs-, Bibelstellen-, Personen- und Ortsregister.

Abschließend vier Bemerkungen, zwei formale, äußere und zwei inhaltliche:
- „Desweiteren“ wird mehrmals (mir fiel es S. 55.57.62 auf) so falsch geschrieben, richtig S. 75f: „des Weiteren“.
- Manche LeserInnen werden sehr dankbar dafür sein, dass englische Zitate auch übersetzt werden.
- Des Verfassers Studie führt unter dem Aspekt ´Seelsorge´ in einen wichtigen Abschnitt der neuesten Theologie- und Kirchengeschichte ein.
- Öfter wird von einem ´Megatrend Spiritualität´ geredet. Eine Rückbesinnung tut not. Scheffler leistet diese und präzisiert außerdem eine pneumatisch begründete und ausgerichtete Seelsorge. (gm)


Klaus Scheffler
Seelsorge als spirituelle Erfahrung
Plädoyer für eine pneumatische Seelsorge nach Eduard Thurneysen

Schriftenreihe Theologisches Seminar Adelshofen (STSA) 10
384 Seiten
Format 14,8 x 21 cm
Paperback
erschienen 2015
ISBN: 978-3-95477-050-2
39,90 €

AVM Edition

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Micic, M.: Respiritualisierung als Chance und ... Ruhstorfer, K.: Freiheit - Würde - Glauben