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Spieker, M. Jesus. Eine Weltgeschichte

Zweifach hat es dieses jüngst erschienene Jesus-Buch mit der Zahl 1000 zu tun: es umfasst sage und schreibe 1000 Seiten. Und sein Autor konsultierte laut eigenem Bekunden 1000 Bücher; S. 969-1000 steht eine lange, ausgewählte Literaturliste. Aber: produziert Masse auch Klasse? Wegen fehlender Anmerkungen ist außerdem kein Faktencheck möglich. Leider. Leider.

Anhand folgender dreier Fragen möchte ich versuchen, dieses monumentale Werk vorzustellen:

1. Wer ist sein Autor? 2. Für wen schreibt Spieker ( = S.)? 3. Was legt er vor? Damit verbunden ist die Frage der theologischen Beurteilung. Denn Jesus war ja nicht nur eine historische Figur.

ad 1: S. ist kein Theologe, sondern promovierter Historiker, Journalist (zurzeit ist er Chefreporter beim MDR) und Autor zahlreicher Bücher; dies ist sein zwölftes. Sieben Jahre lang arbeitete er daran.

ad 2: Am Anfang seines Vorwortes (S. 13-23; S. nennt es es α / Alpha schreibt S.: „Ich bin Jesus mit diesem Buch etwas nähergekommen und hoffe, dass das auch vielen Lesern so geht.“ S.s professionelle Sprache verhilft zu letzterem. Zum Beispiel ist der Abschnitt „Jesus unter Leuten“ (S. 290-298) schlagkräftig mit den drei Worten „Kinderfreund, Frauenversteher, Menschenliebhaber“ tituliert. Und das letzte der zwölf Kapitel trägt die Überschrift “´Folge mir nach´: Der Jesus-Weg“ (S. 926-961). Es endet S. 963 mit der Frage Jesu an Petrus „Hast du mich lieb?“.

ad 3: S. legt ein welthistorisches und weltumspannendes Epos mit dem Zentrum Jesus Christus vor. Es beginnt im ersten Kapitel mit Gott, dem Schöpfer und Seitenblicken auf den Gilgameschmythos und griechische und römische Philosophen. Alles läuft nach S. auf Jesus zu und der Lauf der Welt nach Jesus hänge von ihm ab. Deshalb: „Ich habe versucht, alle relevanten Informationen über Jesus, seine Vorgeschichte und sein Weiterleben zu sammeln, sie durch die Brille des Glaubens zu betrachten … und ihnen eine schlüssige Erzählstruktur zu geben.“ (S. 18). Dies führt zu meinem zweiten Aber, das in Frageform so lautet: Ist S.s Weltsicht nicht zu einfach und als solche - schlicht gefragt - zu universal? (gm)


Spieker, Markus
Jesus. Eine Weltgeschichte

gebunden, 1001 S.
30,-- €

Fontis-Verlag Basel

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Kerr, P.: 1984.4 Pohlig/Pollack: Die Verwandlung des Heiligen