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Die österreichische Autorin ist nach und in ihrem bewegten Leben unterwegs in Musik, Theater und Politik, vor allem jedoch in der Literatur. Anzuzeigen ist hier und jetzt ihr letztes Werk, ein Roman, der an Orwells „Farm der Tiere“ erinnert. Jelinek nennt – wenn ich es vollständig notierte – gleich vierzehn Tiere. Plus – kryptisch angehaucht - den Bärenklau, „das Lamm Gottes“, der arme Hund Petya, ein armer Mohl. Ein Schmunzeln evozierte bei mir die „Christel-Partei“. Am 16.8.2026 wurde die Bühnenbearbeitung uraufgeführt.
Der Sache nach geht es Jelinek um die unergründlichen, verborgenen Geldflüsse der Investments, Immobilien-, Finanz- und Schattengeschäfte. Ich will der verdienten Schriftstellerin Jelinek nicht ins Handwerk pfuschen, frage mich jedoch, ob es nicht sachdienlicher und überzeugender gewesen wäre, wenn ihre Kommentare und Analysen nicht im Allgemeinen und Unkonkreten verblieben wären, sondern sich auf konkrete Vorkommnisse aus den einschlägigen Branchen bezogen hätte. Oder ähnelte das dann dem Investigativ-Journalismus? (gm)
Elfriede Jelinek
Unter Tieren
2026
gebunden
217 S.
24,-- €
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