ANGEDACHT (nicht nur) zum Valentinstag:
Für die Liebe – Gegen den Krieg
Liebe Leserinnen und Leser,
der Valentinstag ist mehr als ein romantischer Termin im
Kalender. Seine Wurzeln führen zurück zu Valentinus von
Terni, einem frühchristlichen Priester des 3.
Jahrhunderts. In einer Zeit, in der Kaiser Claudius II
jungen Soldaten die Ehe verbot, traute Valentin dennoch
Liebende – auch jene, die für den Krieg verfügbar
bleiben sollten. Liebe war ihm wichtiger als
militärische Zweckmäßigkeit: Blumen statt Waffen,
Bindung statt Entwurzelung, Beziehung statt Gewalt.
Valentin wusste: Wer liebt, lässt sich nicht beliebig
einsetzen. Wer verbunden ist, denkt anders über Leben,
Zukunft und Verantwortung. Gerade deshalb wurde er
gefährlich. Am 14. Februar 269 wurde er hingerichtet –
und zum Märtyrer der Liebe. Zwei Jahrhunderte später
erklärte Papst Gelasius I. diesen Tag zu seinem
kirchlichen Gedenktag. Aus dem Zeugnis eines Einzelnen
wuchs eine weltweite Tradition.
Heute ist der Valentinstag oft kommerzialisiert. Und
doch liegt unter Rosen und Gesten ein ernster Kern:
Liebe ist ein Gegenentwurf zur Gewalt. In Zeiten von
Krisen und Krieg erinnern Kirchen bewusst daran. Denn
Gewalt löst keine Probleme. Liebe verändert Beziehungen
– und damit die Welt. Jesus fasst das Leben radikal
zusammen: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben …
und deinen Nächsten wie dich selbst.“ (Lukas 10,27)
Also: Gott lieben. Sich lieben lassen. Den Nächsten
lieben. Liebe, Liebe, Liebe. Das ist kein naiver Traum,
sondern eine geistliche Haltung – im Sinne Valentins.
Sich „liebestüchtig“ zu machen ist vielleicht einer der
klügsten Schritte gegen Krieg, Hass und Verrohung.
So ist dieser Valentinstag eine Einladung, Liebe nicht
nur zu feiern, sondern einzuüben – konkret. In einem
klärenden Gespräch. In einem Schritt der Versöhnung. In
einem Zeichen der Nähe, wo Kälte eingezogen ist. Du
musst die Liebe nicht herstellen; du darfst aus ihr
leben. Gott traut dir zu, liebesfähig zu sein – auch
dort, wo Verletzungen vorsichtig gemacht haben.
Viele Gemeinden laden am 14. Februar zu
Valentins-Gottesdiensten ein: für Verliebte und
Verheiratete, für Suchende und Verwundete. Ein Segen
gegen Gewalt und Krieg – für Frieden und Liebe. Geh
diesen Tag im Geist Valentins: entschieden für die
Liebe. Und vertraue darauf: Wo Liebe wächst, beginnt
Frieden. Beides wünsche ich Ihnen von Herzen.
Otto W. Ziegelmeier
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An Lichtmess endete in der katholischen
Kirche früher die Weihnachtszeit, was
mit dem Ritus der Krippenschließung
verbunden war. In vielen katholischen
Kirchen und Häusern bleiben daher die
Krippe oder auch der Weihnachtsbaum nach
alter Tradition bis zum 2. Februar
stehen. Im evangelischen Kirchenjahr
wird Epiphanias zwar von vielen als der
Abschluss der Weihnachtszeit angesehen,
der liturgische Kalender des
Evangelischen Gottesdienstbuches sieht
den Weihnachtsfestkreis aber erst mit
der Woche nach dem letzten Sonntag nach
Epiphanias (liturgische Farbe Weiß) als
beendet an. ...
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Valentinstag, - ein Feiertag der
Blumenhändler? Ein Gedenktag an den
Bischof Valentin? Der Valentinstag wird
am 14. Februar begangen. Er geht auf das
Fest des heiligen Valentin zurück, eines
Märtyrers, in dessen Lebensgeschichte
möglicherweise mehrere Märtyrer dieses
Namens zusammengefasst wurden. Der
Gedenktag des heiligen Valentin am 14.
Februar wurde von Papst Gelasius 496 für
die ganze Kirche eingeführt, aber 1969
aus dem römischen Generalkalender
gestrichen. St. Valentin ist der
Schutzpatron der Jugend, Liebenden,
Reisenden und Imker ...
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Die Fastnacht, der Fasching oder der
Karneval sind keine
kirchlich-liturgischen Zeiten, rechnen
nicht eigentlich zum kirchlichen
Festjahr. Fastnacht ist aber ein
Schwellenfest vor dem Aschermittwoch ...
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Der Aschermittwoch (lat.: Dies Cinerum)
stellt im Christentum der Westkirche den
Beginn des 40-tägigen Fastens dar. Er
soll an die 40 Tage erinnern, die Jesus
fastend und betend in der Wüste
verbrachte (Mt 4,2) ...
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„Wir sind mit dem anderen Amerika
verbündet“ – dieser Satz von
Dorothee Sölle geht einem nicht leicht
aus dem Kopf. Er steht am Ende einer
Rede, die Sölle im Oktober 2002 in
Hamburg auf einer Demonstration gegen
den Irak-Krieg gehalten hat. Es sind
Worte aus einer konkreten historischen
Situation – und doch wirken sie heute
erstaunlich gegenwärtig. ....
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Die reformierte Kirche der
Deutschschweiz steht vor einem
weitreichenden Wandel in der
theologischen Ausbildung. Ab Herbst 2027
sollen Studierende bereits nach dem
Bachelorabschluss unter Begleitung
pfarramtliche Aufgaben übernehmen und
zugleich ihr Masterstudium fortsetzen
können. Dieser Schritt markiert eine
grundlegende Neuorientierung des
Theologiestudiums, die stärker Praxis
und akademische Theologie verknüpfen
will. ...
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Dass junge Menschen heute wieder offen
über Gott sprechen, überrascht viele.
Noch mehr irritiert, wo das geschieht:
nicht im Kirchenraum, nicht im
Konfi-Unterricht, sondern auf TikTok.
Zwischen Tanzvideos, Memes und
Lifestyle-Clips posten Jugendliche
Bibelverse, sprechen über Gebet, Sünde,
Vergebung und Hoffnung ...
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Ab sofort startet die zweite Studie
„Digitalisierung im Raum der
Kirchen“ (DiRK 2026). Sie
untersucht, wie Kirchenmitglieder und
Mitarbeitende digitale Angebote nutzen,
mit besonderem Fokus auf Künstliche
Intelligenz, digitale Seelsorge sowie
ethische Fragen. ...
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Der Evangelische Buchpreis geht in eine
neue Runde. Ab sofort können Leser:innen
bundesweit Buchvorschläge einreichen –
erstmals in Kooperation mit der
Hanns-Lilje-Stiftung, die den Preis in
den kommenden drei Jahren mitträgt.
Gesucht werden Neuerscheinungen lebender
deutschsprachiger Autor:innen, die zum
Nachdenken über Glauben, Leben und
gesellschaftliches Miteinander anregen.
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Veranstaltungen, Events, Programme etc.
im Überblick
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Von September 2025 bis Mai 2026
lädt die ökumenische Filmreihe
Kirchen und Kino an 30 Orten in NRW,
Niedersachsen und Hessen zu über 250
Vorstellungen ein – so viele wie noch
nie. Gezeigt werden acht herausragende
Filme, die von Mut, Freiheit und
Solidarität in schwierigen Zeiten
erzählen. Zum Auftakt läuft der
Oscar-prämierte Spielfilm „Konklave“ von
Edward Berger. ...
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Vom 1. bis 3. Mai 2026
wird Stuttgart zum Treffpunkt für
Gospelbegeisterte aus ganz Europa. Der
Internationaler Gospelkirchentag gilt
als Europas größtes Gospelfestival und
bringt Tausende Sängerinnen und Sänger,
Chöre, Bands und Zuhörerinnen zusammen –
vereint durch Musik, Glauben und
Gemeinschaft. ...
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Vom 13. bis 17. Mai 2026 findet
in Würzburg der Deutscher Katholikentag
statt.
Zum 104. Mal lädt dieses
traditionsreiche Großereignis
Christinnen und Christen sowie
Interessierte aus ganz Deutschland und
darüber hinaus ein, gemeinsam Glauben zu
leben, gesellschaftliche Fragen zu
diskutieren und Kirche öffentlich
sichtbar zu machen.
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Die 10. Europäische Konferenz findet am
Universitätsspital Basel (ZLF) in der
Schweiz in Zusammenarbeit mit der
Internationalen Gesellschaft für
Spiritualität und Gesundheit (IGGS)
statt. Es handelt sich um eine
Jubiläumskonferenz ...
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Vom 4. bis 7. Juni 2026
wird die hessische Stadt Alsfeld
zum Treffpunkt für junge
Menschen aus ganz Deutschland. Der
Evangelischer Jugendkirchentag (JUKT)
richtet sich an Jugendliche und junge
Erwachsene im Alter von 13 bis 27 Jahren
und verbindet Festivalstimmung mit
Glauben, Engagement und Gemeinschaft.
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Podcasts sind "Radiosendungen auf Abruf"
bzw. "zum Mitnehmen". Hier finden Sie
eine kleine - gewiss noch wachsende -
Auswahl von Podcasts aus dem Bereich
Kirche, Theologie und Religion ...
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Ist die junge Generation wirklich
„gottlos“? Oder greift dieses Etikett zu
kurz, um die religiösen Suchbewegungen
und Brüche heutiger Lebensläufe zu
verstehen? Mit diesen Fragen beschäftigt
sich eine aktuelle Podcastfolge von
reflab unter dem Titel „Generation
gottlos – wenn Etiketten am Leben
scheitern“. ...
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Hier finden Sie unsere Buchempfehlungen
jeden Monat neu ... und auch in unserem
Archiv: Buch & Bücher zu Theologie &
Kirche
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Rätseln und gewinnen beim
Preisrätsel von theology.de!
Rätsel zum Februar 2026
PREISFRAGE: Woraus wird die Asche
für das das Aschenkreuz am
Aschermittwoch hergestellt?
a) Aus verbranntem Weihrauch von
Epiphanias.
b) Aus verbrannten Palmzweigen des
Vorjahres.
c) Aus verbrannten Weihnachtsbäumen.
... einen Tipp finden Sie
hier.
Einsendeschluss ist der 20.02.2026
Natürlich gibt es auch etwas zu
gewinnen:
2 x 1: Torsten Woyword: Mathilde und
Marie
Theologisch gelesen
ist Mathilde und Marie ein Roman über
das Menschsein im Übergang. Er berührt
zentrale Fragen christlicher
Anthropologie: Was trägt ein Leben, wenn
Sicherheiten wegbrechen? Wie wird aus
Schuld neue Verantwortung? Wo beginnt
Hoffnung – nicht als billiger Trost,
sondern als beharrliches Weitergehen?
Der Roman vertraut darauf, dass
Beziehung, Aufmerksamkeit und Geduld
heilende Kräfte entfalten können.
... >>>
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Synoden sind Orte des Wortes. So sollte
man meinen. Man diskutiert, streitet,
ringt um Wahrheit – möglichst
leidenschaftlich, aber bitte ohne
Faustschläge. Dass es auch anders geht,
zeigt ein kirchengeschichtliches
Kuriosum, das alles übertrifft, was man
sich heute selbst in hitzigen
Kirchenvorstandssitzungen vorstellen
kann: die „Räubersynode von Ephesus“ im
Jahr 449. ...
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Auch freuen wir uns über Ihre Rückmeldungen, Anregungen
und Kritik per
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Wir wünschen Ihnen einen segensreichen Februar, bleiben
Sie behütet und beschützt!
Ihr Team von
theology.de
Der nächste NEWSletter erscheint zum 01.03.2026.
Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe:
20.02.2026.
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