XXVI. Theologische Werkstatt, Herbst 2026
Sie sind hier: Kirche & Theologie im Web » Service » Veranstaltungen
XXVI. Theologische Werkstatt, Herbst 2026 & Frühjahr 2027
Evangelisch-lutherische Stiftskirchengemeinde
33611 Bielefeld-Schildesche, Johannisstr. 13
jeweils von 9.30 ‒ 13.00 Uhr
Leitung: Hans-Friedrich Alfringhaus und Dr. Klaus Straßburg
Thema: Die Bedeutung der biblischen Schöpfungsüberlieferung
Gelobt seist du, mein Herr, mit allen deinen Geschöpfen / besonders dem Herrn Bruder Sonne, der uns den Tag schenkt und durch den du uns leuchtest. / Und schön ist er und strahlend in großem Glanz: von dir, Höchster, ein Sinnbild.
(Aus dem Sonnengesang des Franz von Assisi)
Hingegeben ans Schauen und versunken in anbetende Bewunderung der Schöpfung und ihrer Schönheit – bin ich, dem Schöpfer sei Dank, immer noch durchaus imstande, wesentliche Einheiten zu beobachten.
(Konrad Lorenz)
Der Verhaltensforscher Konrad Lorenz beschreibt hier zwei verschiedene Weisen, wie wir Menschen unsere Wirklichkeit erfahren und mit ihr umgehen: Der Wissenschaftler, der einerseits die Natur beobachtet und analysiert und andererseits von ihrer Schönheit, der überbordenden Fülle ihrer Wesenheiten, fasziniert ist.
Diese Zusammenschau des Konrad Lorenz wie auch Franz von Assisis Verständnis der Natur als Sinnbild des Schöpfers wurden von Anfang an immer auch in Frage gestellt: Man brauche Gott nicht mehr zur Erklärung. Als Gegenreaktion darauf kommen aus den USA seit Längerem Auffassungen, die - antiwissenschaftlich orientiert - die biblischen Schöpfungsaussagen in Genesis 1 und 2 als authentisches Dokument der Entstehung von Kosmos, Welt und Mensch propagieren. Dabei wäre es zielführend, falsche Alternativen wie "Glaube oder Naturwissenschaft" zu vermeiden. Denn anders als naturwissenschaftliches Denken über die materielle Entstehung von Welt und Mensch machen die biblischen Schöpfungstexte Aussagen über den alles Materielle übersteigenden Ursprung und Sinn unserer Existenz und eröffnen so eine Schau des Ganzen, in der auch Kunst, Dichtung und Musik ihren Platz haben.
Die Theologische Werkstatt widmet sich mit Vorträgen und Gesprächen der genannten Thematik. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Sie brauchen sich nicht anzumelden. Weitere Informationen unter k.strassburg@gmx.de.
Freitag, 23.10.26
Die biblischen Schöpfungserzählungen im Zusammenhang der Urgeschichte
(Dr. Klaus Straßburg)
„Ich glaube an Gott den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde“ ‒ Die biblische Schöpfungsüberlieferung in heutiger Sicht“ (Hans-Friedrich Alfringhaus)
Freitag, 30.10.26
Der Mensch zwischen Gott und Tier ‒ Überlegungen zur Anthropologie
(Hans-Jürgen Feldmann)
Der Sonnengesang des Franz von Assisi (Ulrike Stiewe)
Theologische Gespräche am Samstag
jeweils 10.00 ‒ 12.00 Uhr
In den Theologischen Gesprächen liegt der Akzent noch stärker als in der Theologischen Werkstatt auf dem gegenseitigen Austausch. Nach einem Impuls besteht die Möglichkeit zum intensiven Gespräch.
Samstag, 24.10.26: „Christlicher Glaube und Atheismus“ (Dr. Klaus Straßburg)
Samstag, 01.11.26: „Kann man sich dessen, was man glaubt, sicher sein?“ (Dr. K. Straßburg)
Freitag, 09.04.27
Eine Ethik der Erde (Dr. Klaus Straßburg)
„Ehrfurcht vor dem Leben“. Die Aktualität der Lebensphilosophie Albert Schweitzers.“ (Friedrich Hörster)
Freitag, 16.04.27
Schöpfungsaussagen bei Hiob (40,1ff) und bei Paulus (Römer 8,19ff)
(Hans-Friedrich Alfringhaus)
Psalm 19: „Ordnung der geschaffenen Welt ‒ Ordnung durch das Gesetz“ in der Vertonung von Heinrich Schütz. (Gernot Bock)
Theologische Gespräche am Samstag
jeweils 10.00 ‒ 12.00 Uhr
Samstag, 10.04.27 und Samstag, 17.04.27: Die Themen werden noch bekanntgegeben.